Felix Engel für langjähriges Engagement im Nachwuchsbasketball mit dem Matthias Grothe Award ausgezeichnet 

Der Matthias Grothe Award wird seit 2019 vom Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. an Nachwuchstrainer verliehen, die sich im besonderen Maße und über mehrere Jahre für die Entwicklung des Nachwuchsbasketballs an ihrem Standort engagieren. Dabei steht neben der täglichen Arbeit mit den Spielern in der Halle, vor allem der Einsatz abseits des Feldes und für die einzelnen Spieler im Fokus. Auch die Verbesserung der Rahmenbedingungen an den jeweiligen Standorten auf dem Weg in den Profibasketball fließen in die Bewertung mit ein. 

Felix Engel hat den Standort Bochum in den vergangenen Jahren entscheidend mitgestaltet. Während seiner Teilnahme an der Nachwuchstrainer- Ausbildung des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. erreichte er als Headcoach das TOP4 der JBBL-Meisterschaft in Frankfurt, trainierte mehrere Nachwuchs- Nationalspieler, stärkte das Vereinsnetzwerk im Ruhrgebiet und betreute seine Athleten auch neben dem Feld intensiv und ganzheitlich. Zur Saison 2023/24 wechselte Felix zu den Bayer Giants Leverkusen und ist dort nun für die Ausbildung der Nachwuchstrainer*innen verantwortlich. 

Der im Oktober 2017 verstorbene Matthias Grothe ist ehemaliger National- und Bundesligaspieler sowie Jugendtrainer. Matthias Grothe stand für Fairplay, Hilfsbereitschaft, harte Arbeit und ein großes Engagement für „seine“ Jugendspieler auch außerhalb des Spielfeldes. Der Preis wird zu seinem Gedenken für besonders sozial engagierte und langjährige Jugendtrainer*innen vergeben, die sich nachhaltig für die Entwicklung eines Basketballstandortes engagiert haben. Schirmherrin des Matthias Grothe Awards ist Maja Grothe. Bisherige Gewinner sind Marius Huth (ALBA BERLIN), Ross Jorgusen (MHP RIESEN Ludwigsburg) und Hanno Stein (RASTA Vechta).  

Foto: Bayer Giants Leverkusen

MTO: Basketball Canada und Alumnis zu Gast in Münster

Moritz Geske (easyCredit BBL) und Tim Brentjes (DBB) blicken auf einen gelungenen Lehrgang der Minitrainer-Offensive (MTO) zurück. Vom 11. bis 14. Januar 2024 fand im westfälischen Münster der Zwischenlehrgang des bereits neunten Jahrgangs der MTO statt. Gastgeber war der UBC Münster.

Auf die 16 Studierenden wartete dabei ein abwechslungsreiches Programm. Nachdem es am Donnerstag mit Tim Brentjes (DBB) und Jürgen Maaßmann (ALBA/BBW) zwei Module zum Referieren und zur Gestaltung der Abschluss-Clinic im Mai sowie zum Weiterentwickeln von Spielen gab, ging es am Freitagvormittag an zwei Münsteraner Grundschulen weiter, wo der Sportunterricht gestaltet wurde. Nach diesem „coach-the-coach“-Modul folgte der Nachmittag in der „Hafenkäserei“ im Stadthafen. Den Auftakt dort machte Martin Lindemeier (BG Göttingen/FKG), der mit seinem Modul zu Pädagogik erstmals in der MTO auftrat.

Alumni-Abend:

Der Zwischenlehrgang wird in der MTO schon fast traditionell für den internationalen Beitrag genutzt, der verbunden mit dem Treffen der ehemaligen AbsolventInnen, dem „Alumni-Abend“, stattfindet. So auch in Münster. Mit Ron Yeung war der Verantwortliche des kanadischen Basketballverbandes für inländische Entwicklung und ehemalige Direktor für Jugendentwicklung nach Münster gekommen, um das kanadische Modell vom „Long Term Athlete Development“ sowie die dortigen Aktivitäten im Minibasketball und der Ausbildung von TrainerInnen dafür vorzustellen.

Aus diesem Anlass hatten sich nicht nur knapp 60 Ehemalige aus allen Jahrgängen der MTO angemeldet, es waren auch Gäste aus Österreich, Dänemark, Luxemburg und der Tschechischen Republik gekommen. Nach dem Vortrag gab es für alle Anwesenden beim „Alumni-Abend“ tolle Möglichkeiten zum Austausch zwischen den MTO-Jahrgängen und natürlich mit den internationalen Gästen.

Am Samstag stand dann die öffentliche Minibasketballfortbildung in der Ballspielhalle des Pascal-Gymnasiums auf dem Programm. Hier machte Ron Yeung den Auftakt vor den über 100 Teilnehmenden, die sich dafür aus ganz NRW und anderen Bundesländern angemeldet hatten. Der kanadische Gast fasste zum Auftakt kurz seinen Beitrag vom Vorabend zusammen, bevor er dann mit Minis verschiedene Spiele und Übungen vorstellte, um den kanadischen Ausbildungsansatz zu verdeutlichen. Anschließend folgten weitere Einheiten zum Thema Wurf und Werfen im Minibasketball. Hier agierten mit Martina Flerlage (OSC Panthers Osnabrück) und Konrad Slavik (Dresden Titans) gleich zwei Referierende, die selbst vor einigen Jahren die MTO abgeschlossen hatten.

Am letzten Tag blickten die 16 Studierenden des aktuellen Jahrgangs unter besonderen Aspekten der ReferentInnen-Tätigkeit auf diesen Nachmittagsteil und diskutierten ihre Eindrücke, bevor sie im letzten Modul mit MTO-Absolvent Thomas Henning (BG Bonn) zum Thema „Kleine Spiele und Power Games“ nochmals mit viel Spaß aktiv mitmachen konnten. Hier wurde der kanadische Gast dann selbst zum interessierten Teilnehmer und nahm einige Ideen mit.

Den Abschluss findet der Jahrgang dann vom 02. bis 05. Mai 2024 in Chemnitz.

Nachwuchs-Zertifizierung: FRAPORT SKYLINERS holen Silber

Nachwuchs-Programm des ProA-Ligisten mit Silber-Plakette ausgezeichnet

Im Rahmen der diesjährigen Nachwuchs-Zertifizierung in der ProA besuchte ein Team der BARMER 2. Basketball Bundesliga und des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. den ProA-Ligisten FRAPORT SKYLINERS. Im Rahmen des Besuchs führten die Vertreter zahlreiche Interviews mit Mitarbeitenden des Nachwuchs-Programms, um sich einen Gesamtüberblick von den Strukturen, Maßnahmen und Aktivitäten der Nachwuchsförderung bei den Frankfurtern zu verschaffen.

Nach Gesprächen mit Mitarbeitern und Aktiven sowie einer Besichtigung der zentralen Infrastruktur des Klubs bildete eine Feedbackpräsentation den Abschluss der mehrtägigen Nachwuchs-Zertifizierung. Im Ergebnis zeichnete die BARMER 2. Basketball Bundesliga und der Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e. V. die Arbeit des Standortes Frankfurt mit der silbernen Plakette aus.

Christian Steinberg, Teil des Zertifizierungsteams, resümierte: „Wir haben in Frankfurt herausragende Strukturen zur leistungssportlichen Entwicklung von Nachwuchsspielern vorgefunden. Insbesondere die ganzheitliche Förderung mit einer guten Durchlässigkeit in den Profibereich, der hervorragenden Infrastruktur, einer sehr guten athletischen Ausbildung und dem Schulprogramm „Basketball macht Schule“ haben uns überzeugt. Das Nachwuchs-Programm ist Teil der SKYLINERS-DNA mit hoher Arbeitsqualität in allen Bereichen sowie zahlreichen hochtalentierten Nachwuchsspielern mit großem Entwicklungspotenzial.“

Harald Bründlinger (Geschäftsleiter FRAPORT SKYLINERS e. V.) freute sich über die Auszeichnung: „Wir sind Stolz über die Anerkennung für unser Nachwuchs-Programm. Die silberne Plakette stellt vor allem eine Würdigung für das herausragende Engagement unserer Nachwuchstrainer dar. Wir arbeiten hart daran, unser Nachwuchs-Programm Stück für Stück noch weiter zu optimieren, um auch zukünftig Nachwuchsspieler zu Spitzensportlern auszubilden. Frankfurt ist seit jeher bekannt dafür, junge Spieler zu entwickeln und ihnen so zu helfen, ihr höchstmögliches Niveau zu erreichen. Wir sehen aber selbst noch viel Potenzial uns zu verbessern und haben große Pläne, unsere Arbeit noch weiter zu optimieren. Die FRAPORT SKYLINERS wollen auch in Zukunft zu den besten Standorten in Sachen Talentwicklung und -förderung gehören.“

Thore Bethke (Leiter Leistungsprogramm) gewährt Einblicke in den Aufbau der Frankfurter Leistungsförderung: „Zunächst ist es erst mal sehr gut, dass es so eine Zertifizierung gibt, denn es hilft einen neutralen Überblick zu bekommen, wo man steht. Ich finde so etwas immer sehr motivierend. Für uns in Frankfurt ist das gut ausgestattete Trainingszentrum sicher ein klarer Pluspunkt, um alle Ansprüche auf eine optimale Entwicklung der Spieler zu gewährleisten. Auch die Absprache zwischen Profi-Abteilung und dem Verein funktioniert sehr gut. Wir finden auch die durchgehende Fördermöglichkeit von der JBBL über die NBBL bis hin zur 2. Regio, ProB und ProA extrem hilfreich, um Spieler jeweils auf das nächsthöhere Niveau zu bringen. Entscheidend ist, Team, Struktur und Individuum abzustimmen und in Einklang zu bringen. In diesem Bereich wollen wir uns weiterentwickeln und unser Niveau weiter steigern.“

Die Nachwuchs-Zertifizierung der Klubs der BARMER 2. Basketball Bundesliga erfolgt gemeinsam mit der easyCredit Basketball-Bundesliga und dem Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. sowie mit Unterstützung des Instituts für Spielanalyse. Die Standortentwicklung und Stärkung des Nachwuchses bilden die Grundlage eines zukunftsfähigen Profispielbetriebs. Dabei dient die Nachwuchszertifizierung als zentrales Instrument zur Standort(weiter)entwicklung für alle Bundesligisten der ProA und ProB. Als Feedback- und Beurteilungsformat werden Bundesliga-Standorte mit besonders guter Nachwuchsförderung mit einem Status (Gold, Silber, Bronze) sichtbar ausgezeichnet. Der Status spiegelt somit die Nachwuchsarbeit unter Berücksichtigung der lokalen Standortbedingungen wider.

Nachwuchs-Zertifizierung bei Gartenzaun24 Baskets Paderborn

ProA-Ligist mit Silber-Plakette ausgezeichnet

Mitte November besuchte ein Team der BARMER 2. Basketball Bundesliga und des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. die Gartenzaun24 Baskets Paderborn zur Zertifizierung des Nachwuchsprogramms und zeichnete die Arbeit der Baskets mit der Silber-Plakette aus.

Im Rahmen des Besuchs machte sich das Team ein Bild von den Strukturen, Maßnahmen und Aktivitäten im Nachwuchsprogramm der Baskets. Nach Gesprächen mit Mitarbeitern und Aktiven sowie einer Besichtigung der zentralen Infrastruktur des Klubs bildete eine Feedbackpräsentation für den Klub den Abschluss der dreitägigen Nachwuchs-Zertifizierung

Christian Steinberg, Mitarbeiter im Zertifizierungsteam, zeigte sich mit den Ergebnissen des Besuchs zufrieden: „Wir haben in Paderborn hervorragende Strukturen und Rahmenbedingungen für die leistungssportliche Förderung junger Basketballer vorgefunden. Gerade die Zusammenarbeit mit dem Sportinternat und der NRW-Sportschule machen den Standort sehr attraktiv.“

Uli Nächster, Nachwuchsleiter der Gartenzaun24 Baskets Paderborn, freut sich über die Auszeichnung: „Die Silber-Plakette ist eine große Auszeichnung und Wertschätzung für die Arbeit, die wir Woche für Woche am Standort leisten. Dafür sind wir sehr dankbar. Gleichzeitig gibt die Nachwuchs-Zertifizierung durch die BARMER 2. Basketball Bundesliga und den Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. auch ein hervorragendes Feedback, um an einigen wenigen Stellen noch vorhandene Potenziale aufzuzeigen.“

Die Nachwuchs-Zertifizierung der Klubs der BARMER 2. Basketball Bundesliga erfolgt gemeinsam mit der easyCredit Basketball-Bundesliga und dem Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. sowie mit Unterstützung des Instituts für Spielanalyse. Die Standortentwicklung und Stärkung des Nachwuchses bilden die Grundlage eines zukunftsfähigen Profispielbetriebs. Dabei dient die Nachwuchszertifizierung als zentrales Instrument zur Standort(weiter)entwicklung für alle Bundesligisten der ProA und ProB. Als Feedback- und Beurteilungsformat werden Bundesliga-Standorte mit besonders guter Nachwuchsförderung mit einem Status (Gold, Silber, Bronze) sichtbar ausgezeichnet. Der Status spiegelt somit die Nachwuchsarbeit unter Berücksichtigung der lokalen Standortbedingungen wider.

Deutscher Basketball Ausbildungsfonds fördert vier Talente auf ihrem Weg an die Spitze

Der Deutsche Basketball Ausbildungsfonds e. V. hat erstmals Spielerstipendien zur Förderung talentierter einheimischer oder denen gleichgestellter Nachwuchsbasketballer auf dem Weg in den Profibereich vergeben. Gefördert werden Vincent Friederici (VfL SparkassenStars Bochum), Moritz Grüß (RASTA Vechta), Julis Leander Baumer (Porsche BBA Ludwigsburg) und Jamie Edoka (FRAPORT SKYLINERS).

Der 16-Jährige Julis Baumer führt die Nationalmannschaft im Sommer als Kapitän zum 5. Platz bei der U16-Europameisterschaft. Baumer gilt als großes Talent im Nachwuchsprogramm des easyCredit Basketball Bundesliga-Clubs MHP Riesen Ludwigsburg. Aktuell kommt er in der JBBL, der NBBL und bereits in der ProB zum Einsatz. Das Stipendium unterstützt Baumer als einen von zwei Söhnen einer alleinerziehenden Mutter vor allem im schulischen Kontext.

Vincent Friederici steht ebenso mit gerade mal 22 Jahren als Leistungsträger beim BARMER 2. Basketball Bundesliga-Club aus Bochum auf dem Parkett. Persönlich verfolgt Friederici einen klar strukturierten, langfristigen Karriereplan, um schon bald den nächsten Schritt in Richtung Basketball Bundesliga zu machen.

Bereits mit 14 Jahren debütierte Moritz Grüß in der vergangenen Saison in der ProB und feierte mit RASTA Vechta II den Aufstieg in die ProA. Aktuell kommt Grüß vor allem im NBBL-Team der Niedersachsen zum Einsatz. Dabei verbringt er täglich mindestens zwei Stunden im Auto, um seinen Trainingsort zu erreichen.

Mit Jamie Edoka ist ein weiterer 15-Jähriger unter den Stipendiaten. Der aktuelle Nationalspieler durchläuft das Nachwuchs-Programm der FRAPORT SKYLINERS und geht für das NBBL-Team der Hessen auf Punktejagd. Bereits mit 14 Jahren wagte Edoka den Schritt ans Sportinternat, um seine sportliche Karriere weiter voranzutreiben.

Jens Staudenmayer, Vorsitzender des Ausbildungsausschusses, unterstreicht die Bedeutung und Relevanz des Spielerstipendiums, um jungen Talenten den Weg in die Spitze zu erleichtern: “Auf dem Weg zum Profi-Basketballer wartet eine Vielzahl großer Herausforderungen. Mit dem Spielerstipendium wollen wir es Talenten ermöglichen, bestmögliche individuelle Rahmenbedingungen zu schaffen. Egal, ob Zugang zu individuellem Training oder die Unterstützung durch einen Mentaltrainer: das Spielerstipendium trägt dazu bei, die erforderlichen Voraussetzungen zu verbessern.”

In der Saison 2023/24 hat der Deutsche Basketball Ausbildungsfonds e.V. erstmalig ein Spielerstipendium ausgeschrieben. Die Ausschreibung richtete sich an talentierte einheimische oder denen gleichgestellte Nachwuchsbasketballer auf dem Weg in den Profibereich. Das Stipendium umfasst eine maximale Fördersumme von 3.000 € p.a. für bis zu drei Jahre. Gefördert werden Spieler, die die Altersklasse U24 bei Beendigung des Stipendiums nicht überschreiten. Das Spielerstipendium ergänzt dabei die bereits bestehenden Aktivitäten und Maßnahmen des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e. V. (z. B. die Ausbildungsprämie), um die Überführung und Einbindung einheimischer Nachwuchsbasketballer in den Profibereich weiter zu verbessern.

Nachwuchs-Zertifizierung geht in eine neue Runde

Mit dem Start in die Saison 2023/24 ist auch die Nachwuchs-Zertifizierung mit ihren Vor-Ort-Besuchen wieder angelaufen. Dabei werden in diesem Spieljahr die Nachwuchs-Programme von insgesamt 20 Bundesligisten der ProA und ProB analysiert.

Im Rahmen der Zertifizierungsbesuche werden Strukturen, Maßnahmen und Aktivitäten in den jeweiligen Nachwuchs-Programmen unter die Lupe genommen. Nach Interviews mit Mitarbeitern und Aktiven sowie einer Besichtigung der zentralen Infrastruktur des Klubs bildet eine Feedbackpräsentation für die Klubs jeweils den Abschluss der Nachwuchs-Zertifizierung.

In der Saison 2023/24 stehen in der ProA insgesamt 9 Vor-Ort-Besuche an. Neben den BBL-Absteigern BBC Bayreuth und FRAPORT SKYLINERS werden auch die Bundesligisten ART Giants Düsseldorf, Gartenzaun24 Baskets Paderborn, VfL Kirchheim Knights, Phoenix Hagen, PS Karlsruhe Lions und Nürnberg Falcons BC bereist. Den Abschluss markiert der Standortbesuch bei den JobStairs GIESSEN 46ers im April 2024.

In der ProB werden weitere 11 Bundesliga-Standorte in dieser Saison zertifiziert. In der Nord-Gruppe werden die Bayer Giants Leverkusen, die BBG Herford, die BSW Sixers, die Itzehoe Eagles, LOK BERNAU und der SC Rist Wedel besucht. Im Süden sind die BG Hessing Leitershofen, die Black Forest Panthers, die Dragons Rhöndorf, das TEAM EHINGEN URSPRING und der TSV Oberhaching Tropics an der Reihe.

Die Nachwuchs-Zertifizierung der Klubs der BARMER 2. Basketball Bundesliga erfolgt gemeinsam mit der easyCredit Basketball-Bundesliga und dem Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. sowie mit Unterstützung des Instituts für Spielanalyse. Die Standortentwicklung und Stärkung des Nachwuchses bilden die Grundlage eines zukunftsfähigen Profispielbetriebs. Dabei dient die Nachwuchszertifizierung als zentrales Instrument zur Standort(weiter)entwicklung für alle Bundesligisten der ProA und ProB. Als Feedback- und Beurteilungsformat werden Bundesliga-Standorte mit besonders guter Nachwuchsförderung mit einem Status (Gold, Silber, Bronze) sichtbar ausgezeichnet. Der Status spiegelt somit die Nachwuchsarbeit unter Berücksichtigung der lokalen Standortbedingungen wider.

FÜR DEN BEREITS NEUNTEN JAHRGANG: AUFTAKTLEHRGANG DER MINITRAINER-OFFENSIVE

Neunter Jahrgang traf sich in Stuttgart und Ludwigsburg / Theorieeinheiten zum Thema Feedback und dem Modul „coach-the-coach“ / Lerneinheiten zu Kita-Sport, Ballschule und Easybasket / Zwischenlehrgang im Januar in Münster mit Gastreferent aus Kanada

Vom 14. bis 17. September traf sich der neunte Jahrgang der Minitrainer-Offensive (MTO) zum Auftaktlehrgang in Stuttgart und Ludwigsburg. Die Ausrichtung hatten sich MTV Stuttgart und MHP RIESEN Ludwigsburg geteilt. Begrüßt wurden die Teilnehmenden vom Vizepräsident Jugend des Basketballverbands Baden-Württemberg (BBW), Olaf Müller, der im MTV aktiv ist, und Coach Ross Jorgusen von den MHP RIESEN in der Sportanlage des MTV. Zusätzlich stellte sich Liz Schmitz vom Basketballverband Luxemburg (s. Foto) vor, die in diesem Jahrgang die MTO begleitet, um sich für die eigene Arbeit ein Bild vom Programm zu machen. Den inhaltlichen Start übernahmen dann Jürgen Maaßmann (BBW/ALBA Berlin) und Marko Woytowicz (FC Bayern Basketball) mit ihrem Modul zur Entwicklung von Kindern und der Philosophie von Kindertraining.

Der Freitag startete in Ludwigsburg mit Theorieeinheiten zum Thema Feedback mit Sportpsychologe Franz Rupprecht (FC Bayern Basketball) und einer weiteren Methodenübung zur Arbeit im TrainerInnenteam am Standort mit Tim Brentjes (DBB). Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen des Moduls „coach-the-coach“ in der Rundsporthalle in Ludwigsburg. Hier arbeiteten die Teilnehmenden mit Ludwigsburger Minis in selbstentworfenen Trainingseinheiten und erhielten Feedback dazu.

Am Samstag stand dann der öffentliche Fortbildungstag in der Ludwigsburger Rundsporthalle auf dem Programm. Timo Probst, der Nachwuchskoordinator der MHP RIESEN, begrüßte zusammen mit den Projektleitern Tim Brentjes und Moritz Geske (BBL) dazu nicht nur die Teilnehmenden des MTO-Jahrgangs sondern auch weitere Coaches aus Bayern und Baden-Württemberg. Die ersten beiden der acht Lerneinheiten drehten sich um Kita-Sport, Ballschule und Easybasket. Hier referierten mit Davide Tortorelli (MTV Stuttgart) und Klaus Körmös (Tigers Tübingen) zwei MTO-Absolventen, die auch gelernte Erzieher sind und die Kinder der Demogruppe mit viel Spaß bewegten. Den größten Block der Fortbildung steuerte Jürgen Maaßmann zum Thema Spielfähigkeit in Theorie und Praxis bei. Den Abschluss machte Florian Rüger (Würzburg Baskets) zum Übergang von der Ballschule zum Ballhandling.

Der Sonntag fand dann wieder beim MTV statt. Hier ging es unter Leitung von Matthias Reinmann von der Württembergischen Sportjugend um das Thema Kinderschutz bevor Jürgen Maaßmann die Teilnehmenden zum Thema Athletik und Koordination nochmals selber in Bewegung brachte.

Weiter geht es für die Teilnehmenden nun auf dem digitalen Lerncampus und mit einem Hospitationsbesuch an verschiedenen Standorten. Im Januar steht dann der Zwischenlehrgang im westfälischen Münster an, bei dem ein Gastreferent aus Kanada für den internationalen Impuls des Jahrgangs und in der öffentlichen Fortbildung sorgen wird.

Headcoaches stimmen sich auf die neue Saison ein

Workshop für Headcoaches und Sportliche Leiter in Münster

In der vergangenen Woche kamen die Headcoaches und Sportlichen Leiter traditionell zum gemeinsamen Workshop vor Saisonbeginn zusammen. Die 60 Headcoaches und Sportliche Leiter der zukünftig 46 Bundesligisten trafen sich dazu in Münster. Neben sportinhaltlichen Vorträgen und Einblicken in das Schiedsrichterwesen stand auch der gemeinsame Austausch im Fokus.

Zu Gast war mit Thomas Päch, ALBA Berlins Assistant-Coach, der spannende Einblicke in seine Überlegungen zu Spielerverhalten in Offense- und Defense-Aktionen sowie Spielphilosophie gab. Auch Nachwuchsbundestrainer Dirk Bauermann, der gerade von der U16-Europameisterschaft in Skopje zurückgekehrt war, ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, den Teilnehmenden einen Einblick in die Entwicklung der Jugend-Nationalmannschaften in Deutschland zu geben und auf die Jugend-Europameisterschaften 2023 zurückzublicken.

Der zweite Workshoptag stand ganz im Zeichen des Schiedsrichterwesens. Mathias Rucht, neuer Kaderverantwortlicher für die Schiedsrichter*innen der ProA und ProB, gab einen Einblick in Arbeit der Kaderverantwortlichen und Entwicklungsziele für die Schiedsrichter-Kader der ProA und ProB. Im Anschluss tauschten sich aktive Schiedsrichter und Coaches aus, wie Synergien in der Spielnachbereitung geschaffen werden können und entwickelten Ideen, wie die gemeinsame Zusammenarbeit zukünftig weiter gestärkt werden kann.

Christian Krings, Geschäftsführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga, freute sich über die enorme Resonanz: „Gerade in der wichtigen Zeit der Saisonvorbereitung ist es nicht selbstverständlich, dass sich so viele Headcoaches Zeit für den gemeinsamen Austausch nehmen. Die sportliche Attraktivität ist ein wesentliches Merkmal in der Entwicklung der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Hierzu leisten, neben den Spielern, insbesondere die Headcoaches und Sportliche Leiter einen großen Beitrag!“

Text: Jonas Stehling

Ausschreibung „Spielerstipendium“ des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V.

Talent und Ehrgeiz allein sind nicht alles. Denn auf dem Weg zum Profi-Basketballer wartet eine Vielzahl weiterer großer Herausforderungen. Gibt es einen Zugang zu individuellem Training? Erhalte ich Unterstützung durch Mentaltrainer oder Sportpsychologen? Mit wem wird der mittelfristige Karriereplan besprochen? Die optimale Förderung der jungen Athleten zu definieren und zu gestalten, entscheidet in unzähligen Trainings- und Spielsituationen mit über den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg. Und am Ende über den Verlauf einer gesamten Karriere.

Zur Saison 2023/24 wird der Deutsche Basketball Ausbildungsfonds e.V. erstmalig ein Spielerstipendium vergeben. Die Ausschreibung richtet sich an talentierte einheimische oder denen gleichgestellte Nachwuchsbasketballer auf dem Weg in den Profibereich.

Die enorme Bedeutung eines Spielerstipendiums führt Marvin Willoughby, Geschäftsführer Sport Veolia Towers Hamburg und Mitglied des Ausbildungsausschuss weiter aus:

„Wir haben zahlreiche Kinder und Jugendliche in den Vereinen in unserem Land. Neben sportlichen Fähigkeiten sind es vor allem Herz, Willen und Durchhaltevermögen, die über den Fortgang des Karriereweges der talentierten einheimischen oder denen gleichgestellten Nachwuchsbasketballer entscheiden.

Finanzielle Möglichkeiten dagegen sollen und dürfen keinen Einfluss auf die Talententwicklung haben.

Wir in Hamburg verbinden nun seit fast 20 Jahren Sport und Sozialarbeit. Die Erfahrungen zeigen, dass finanzielle Möglichkeiten eine der größten Hürden für die Entwicklung junger Sportler und Sportlerinnen sind. Dass alle Vereine, die den Ausbildungsfonds unterstützen, mit dem Spielerstipendium nun eine Möglichkeit geschaffen haben, sozioökonomische Ungleichheiten auszugleichen und noch mehr Talenten auf ihrem Weg eine Förderung zukommen lassen, finde ich absolut begrüßenswert.“

Für die Bewerbung sind die folgenden Kriterien zu beachten:

  • 3.000 € p.a. für maximal 3 Jahre.
  • Altersgrenze: U24 bei Beendigung des Stipendiums .
  • Erforderlich ist eine überzeugende Bewerbung mit sportlichem und schulischem Lebenslauf inklusive Budgetplanung und voraussichtlichem Zeitplan für die sportliche Ausbildung.
  • Auszahlungen werden nur gegen Rechnung über tatsächlich entstandene Kosten vorgenommen. Es werden nur Maßnahmen und Ausgaben gefördert, die dem jeweiligen individuellen Stipendiumsziel dienlich sind.
  • Bereitschaft zur Mitgestaltung bei Nachwuchsthemen des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V.

Das Stipendium will bewusst keinem einheitlichen, exakt festgelegten Ausbildungsplan folgen, sondern wird auf Grundlage der eingereichten Bewerbungen vergeben. Über die Vergabe des Stipendiums entscheidet der Ausbildungsausschuss.

Bewerbungen sind bis zum 30.09.2023 per E-Mail zu richten an sport@easycredit-bbl.de.

Ausbildungsprämien: 7 Klubs werden für 14 Spieler prämiert

Der Deutsche Basketball Ausbildungsfonds 46.000 EUR für ProA- und ProB-Spieler aus, die in der abgelaufenen Saison 2022/23 in ihren Klubs eine definierte Mindestspielzeit erreicht haben.

In der ProA erreichten Nicolas Ignacio Marty-Decker (Uni Baskets Paderborn) und Christian Feneberg (Nürnberg Falcons BC) als einheimische U-21-Spieler (ProA) die Mindestspielzeit von 450:00 Minuten bzw. von 15 Minuten durchschnittlicher Spielzeit in der Hauptrunde. Aus dem Prämientopf des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds erhalten die beiden Klubs für die Ausbildung der Spieler jeweils einmalig 5.000 EUR.

In der ProB erreichten gleich 12 einheimische U20-Spieler die geforderte Mindestspielzeit von 400:00 Minuten bzw. 18 Minuten durchschnittliche Spielzeit in der Hauptrunde. Der Deutsche Basketball Ausbildungsfonds prämiert die Klubs in der ProB mit einer Einmalzahlung von 3.000 EUR pro Spieler. Mindestspielzeit erreichten Adrian Petkovic und Adrian Worthy (beide BBC Coburg), Alec Anigbata und Luis Wulff (beide FC Bayern Basketball II), Antonio Dorn, David Fuchs, Maximilian Langenfeld und Lenny Liedtke (alle Orange Academy), Mikey De Sousa und Esli Edigin (beide Porsche BBA Ludwigsburg), Kaya Bayram und Johann Grünloh (beide RASTA Vechta II).

Durch die Ausbildungsprämie des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds kann und soll kein Transfersystem etabliert bzw. ein solches ersetzt werden. Vielmehr geht es um einen gemeinsam getragenen, ideellen Ausgleich für Vereine, die Nachwuchsspieler entdecken und aktiv ausbilden. Hierbei sollen alle Vereine die an der Entdeckung, Ausbildung und Entwicklung mitgewirkt haben, zumindest einen Teil ihrer Aufwendungen ersetzt bekommen. So werden regionale Jugendförderstrukturen unterstützt. Darüber hinaus soll der Mittelrückfluss als Anreiz zur regionalen Zusammenarbeit aller Clubs beitragen.

Christian Krings, Geschäftsführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga, freut sich über die große Zahl an Prämierungen in der ProB: „Die Zahl der prämierten Spieler zeigt, dass die Ausbildung und Heranführung von Nachwuchsspielern an den Spitzensport für unsere Klubs von hoher Bedeutung sind. Gleichwohl würde ich mich freuen, wenn wir es gerade in der ProA in den kommenden Jahren schaffen, deutlich mehr U21-Spieler in der Rotation unserer Klubs zu integrieren.“

Über den Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V.

Der Deutsche Basketball Ausbildungsfonds e.V. ist eine gemeinsame Einrichtung der easyCredit Basketball Bundesliga (BBL) und der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Zu den Zielen des Fonds gehören u.a. die Bereitstellung zusätzlicher Mittel für die Nachwuchsförderung, insbesondere für die Förderung künftiger einheimischer Profi-Basketballspieler, die Finanzierung erfolgsträchtiger, vereinsübergreifender (Schul-)Projekte, die Förderung von Jugendleistungstrainer*innen sowie die Bereitstellung finanzieller Mittel für Ausbildungsprämien.